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Was macht eigentlich … Gina Wild?

Erst spät ins Pornogeschäft eingestiegen, beendete sie ihre Karriere nach rund zwei Jahren auch schon wieder. Die Rede ist von Gina Wild, die mit bürgerlichem Namen Michaela Schaffrath heißt und sich nur als Pornodarstellerin dieses Pseudonyms bediente. Über ihre Zeit als Branchengröße sagte die vollbusige Blondine 2011 in der Talkshow von Markus Lanz: „Ich wäre mit meinem heutigen Wissen damals nicht in die Pornobranche gegangen.“ Wie es scheint, ist das ehemalige Pornosternchen heute nicht unglücklich darüber, dass sie den frühen Ausstieg aus dem Porno-Business gewählt hat.

Als Quereinsteiger ins Pornogeschäft

Gegenüber vieler ihrer ehemaligen Kolleginnen, stand für Gina Wild nicht bereits in jungen Jahren fest, dass sie gerne im Erotik-Business arbeiten möchte. Ganz im Gegenteil: Sie machte zunächst ihren Realschulabschluss an der Städtischen Gesamtschule Eschweiler, dem Ort, in dem sie auch ihre gesamte Kindheit und Jugend verbrachte. Von 1989 bis 1991 absolvierte sie eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester in einem Nachbarort und arbeitete auch anschließend vier Jahre in dem Beruf. Ein Leben als Pornodarstellerin war für sie damals noch in weiter Ferne.

Dies änderte sich nach ihrem Umzug nach Frankfurt. Gina Wild begann auf der neuropädiatrischen Station des Clementine Kinderhospitals zu arbeiten und war nebenbei als Hostess auf Erotikmessen tätig. Erstes Interesse am Erotikgeschäft wurde in ihr geweckt. Jedoch konnte sie sich immer noch nicht vorstellen, selbst als Darstellerin in Hardcore- oder Softcore-Streifen mitzuwirken, da sie sich als zu pummelig und unattraktiv empfand. Aus diesem Grund ließ sie auch diverse kosmetische Maßnahmen an sich durchführen und praktizierte eine radikale Hungerkur.

1997 auf der Erotikmesse „Venus“ traf Gina Wild dann auf den männlichen Pornostar Rocco Siffredi, der ihre Qualitäten erkannte und sie in die Pornobranche einführte. Sie unterzeichnete ihren ersten Vertrag bei dem Produzenten Hans Moser. Aufgrund vertraglicher Diskrepanzen und persönlicher Differenzen endete die Zusammenarbeit jedoch bereits nach wenigen Wochen. Dadurch erlitt Gina Wild zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten erhebliche finanzielle Einbußen.

Neue Produktionsfirma, steigender Erfolg

Gina Wild unterschrieb jedoch schnell einen neuen Vertrag bei einer anderen Produktionsfirma. Ihre Wahl fiel auf „Videorama„, die Hardcore-Filme wie „Joker 1: Die Sperma-Klinik„, „Maximum Perversum – Junge Fotzen, hart gedehnt“ und „Teeny Exzesse 59: Kerle, Fötzchen, Sensationen. Jahrmarkt der Perversen“ mit ihr in der Hauptrolle produzierten.

Für ihre Leistungen als Pornodarstellerin erhielt Gina Wild 1999 den Venus-Award als beste Newcomerin und 2000 den als beste Darstellerin. Großen Anteil an ihrem zunehmenden Erfolg hatte mit Sicherheit auch die Branchengröße Harry S. Morgan, an dessen Seite die attraktive Blondine mehrfach vor der Kamera stand. Ebenso zeigte sich im Nachhinein eine clevere Kampagne der Sexkontakt-Zeitschrift „Happy Weekend“ als Wegbereiter für den ansteigenden Ruhm von Gina Wild.

Rückzug aus der Pornobranche und erste Schritte als seriöse Schauspielerin

Im Dezember 2000 erfolgte nach nur 2 Jahren Gina Wilds Rückzug aus der Pornobranche und der Start für sie in eine neue Karriere. Sie nutzte ihre Popularität geschickt, um sich im seriösen Schauspiel-Geschäft etwas neues aufzubauen. So konnte sie einige kleine Rollen in Filmen mit Hochkarätern wie Uwe Ochsenknecht und Ingo Naujoks ergattern. So hatte sie in der Krimikomödie „Taucher im Wald“, der Comic-Verfilmung „Nick Knatterton – Der Film“ und dem Kino-Kurzfilm „Déjà vu“ jeweils einen Kurzauftritt.

Darüber hinaus spielte sie einige Fernsehrollen in Kult-Serien wie „Edel & Starck“, „SK Kölsch“ und „Alles Atze“. Aber auch im Trash-TV war Michaela Schaffrath alias Gina Wild zu sehen. So nahm sie im Oktober 2002 am „RTL Promiboxen“ teil und trat bei der Veranstaltung erfolgreich gegen die Sängerin Doro Pesch an. 2008 war sie dann als Kandidatin von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ im australischen Dschungel zu sehen. Sie schloss die Sendung als Zweitplatzierte ab.

Seit 2010 arbeitet sie allerdings nur noch als Schauspielerin an Theatern und hat sich größtenteils aus der Medienlandschaft zurückgezogen. Der ehemaligen Porno-Queen Gina Wild ist es vor allem wichtig, dass die Menschen Vergangenheit endlich mal Vergangenheit sein lassen und sie nicht immer nur auf ihre Tätigkeit als Pornodarstellerin reduzieren. So distanziert sich die Blondine bei jeder ihr sich bietenden Gelegenheit ausdrücklich von ihrer Porno-Zeit.