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US-Pornostar Sledge Hammer stirbt an Taser-Attacke

Viele meinen, Porno-Darsteller zu sein sei ein Traumjob: Knackige Mädels poppen und obendrein kriegt man Geld dafür. Warum sollten solche Menschen ein Problem haben? Wie es in der Realität aussieht, zeigt der Fall des Sledge Hammer (39), welcher durch einen Polizeieinsatz kürzlich ums Leben kam.

Erblich bedingt und wegen starken Marihuana-Genusses litt Sledge Hammer seit Jahren immer wieder unter schweren Depressionen und Panikattacken. Man darf sich fragen, ob das Sex-Biz dazu nicht einen Beitrag geleistet hat: Es wird gemunkelt, dass Sledge Hammer die beiden letzten Jahre massive Probleme hatte, an Rollen zu kommen.

Wie dem auch sei – um ihn bei seiner letzten Panikattacke vor sich selbst zu schützen, rief Freundin und Pornodarstellerin Alexa Cruz (24) am 8. April 2012 einen Krankenwagen. Geplant war die Einlieferung in eine psychiatrische Klinik. Wie in den Staaten häufig üblich wurden die Sanitäter von der ortsansässigen Polizei unterstützt.

Was dann passierte ist noch unklar. Vermutlich verstärkte sich die Panikattacke beim transportfähig machen. Marland Anderson, wie Sledge Hammer bürgerlich hieß, durfte den Krankenwagen daraufhin nochmal verlassen. Dies wurde von der Polizei wegen seiner stattlichen Erscheinung womöglich missinterpretiert.

Fakt ist, dass die Polizei Taser-Pistolen gegen ihn einsetzte, um ihn ruhig zu stellen. Taser sind Elektroschocker mit Widerhaken für die Kleidung. In den Staaten können diese Taser wegen ihrer Stärke durchaus zum Tode führen.

Der Darsteller erlitt durch den Taser-Einsatz einen tödlichen Herzinfarkt und wurde zunächst wiederbelebt. Sledge Hammer fiel ins Koma, ohne reelle Chance, das Bewusstsein wieder zu erlangen. Sein Gehirn war während der Reanimation zu lange von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten. Die Familie entschied nach fünf Tagen, die künstliche Beatmung einzustellen.

Wegen seiner Zuverlässigkeit und Gutmütigkeit waren viele Kollegen erstaunt, dass ausgerechnet er eine angebliche Gefahr für die Polizisten darstellen sollte. Alle Freunde und Kollegen sind voll es Lobes über den großen „Teddy Bär“. Er habe niemals andere gefährdet oder bedroht.

Depressionen und Panikattacken, Psychiatrie und Elektroschocker, Herzinfarkt und Tod – eine Verkettung unglücklicher Umstände vielleicht. Alexa Cruz jedenfalls sagte in einem Interview, die Polizei hätte die Taser exzessiv genutzt, statt ihn medikamentös ruhig stellen zu lassen. Die Polizei von Los Angeles ermittelt nun, was tatsächlich in dieser Nacht passierte.

Zu Anfang seiner Karriere hatte Sledge Hammer wenig Selbstbewusstsein und war ein verschlossener Typ. Trotz Highschool-Abschluss war er nur in Aushilfsjobs tätig, womit er nie fertig wurde. Körperliches Training und das Business änderten sein Leben nachhaltig.

Der Bodybuilder galt als zuverlässiger Darsteller und gemeinhin als umgänglicher, eher ruhiger und gemütlicher Typ. Sledge Hammer hatte seit 1995 in über 800 Filmen mitgewirkt.

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